Ernst Barlachs Umkehr-Ruf: Glauben Toleranz Demokratie - 17.November - Buß- und Bettag

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Datum: 
17.11.2010 - 18:00
Veranstaltungsort: 
Haus der Begegnung

Herzliche Einladung

Andacht am Buß- und Bettag, 17.11.2010
18:00 Uhr
im Haus der Begegnung
Pastor Volker Hagge

mit Referat von Dr. Wolfgang Beutin

Ernst Barlach

Bildhauer und Schriftsteller im Widerstand
gegen den Nationalsozialismus

siehe auch:

http://www.peterlang.de/index.cfm?event=cmp.ccc.seitenstruktur.detailsei...

Beutin, Heidi / Beutin, Wolfgang / Bleicher-Nagelsmann, Heinrich / Malterer, Holger (Hrsg.)
Ernst Barlach (1870-1938)

Sein Leben, sein Schaffen, seine Verfolgung in der NS-Diktatur

Reihe: Bremer Beiträge zur Literatur- und Ideengeschichte - Band 56

Erscheinungsjahr: 2009

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2009. 298 S., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-631-58817-8 br.

Vom 30. Mai bis zum 1. Juni 2008 veranstalteten die Gewerkschaft ver.di, der Deutsche Schriftstellerverband sowie gewerkschaftliche Gremien in Berlin im ver.di Bildungs- und Begegnungszentrum Clara Sahlberg eine Konferenz zum 70. Todestag des Bildhauers und Schriftstellers Ernst Barlach (geboren 1870 in Wedel an der Elbe, gestorben 1938 in Rostock); sie stand unter einem Motto von Barlach: Wider den Ungeist der Zeit. Barlach war in seiner Epoche in Deutschland der einzige Avantgardist, der ein genuines doppeltes Künstlertum bewies. Er betätigte sich sowohl auf dem Gebiet der bildenden Künste (Bildhauer, Graphiker, Zeichner, Illustrator) als auch auf dem literarischen (Tagebuch, Autobiographie, Briefe, Dramen, Romane, Kurzprosa, Essays). Berühmt wurde er u. a. durch seine Kriegsdenkmäler, von denen jedes ein Aufruf zum Frieden ist. In ihren Vorträgen gingen die Referentinnen und Referenten auf die verschiedenen Aspekte seines Lebens, seines Schaffens und auf die Verfolgung während des Jahrfünfts von 1933-1938 ein.

Aus dem Inhalt: Wolfgang Beutin: «Natürlich fühle ich mich als moderner Künstler». - Ernst Barlach (1870-1938), sein Leben, die Verfolgungsgeschichte 1933-1938, sein Werk - Gerhard Wagner: «Säuberungskrieg». Adolf Hitlers Rede über «entartete Kunst» im kulturpolitischen Kontext des Jahres 1937 - Robert Kreibig: Über schwarze Löcher, weiße Flecken und andere Merkwürdigkeiten im Umgang mit Leben und nachgelassenen Werken Ernst Barlachs - Heidi Beutin: «Ein bißchen Zeichnen oder Malen oder Schreiben mehr oder weniger fiel in der Familie nicht auf.» - Ein selbsterzähltes Leben und andere autobiographische Aufzeichnungen Ernst Barlachs - Anja Sokra: Barlachs Roman «Der gestohlene Mond» - ein Schlüsselroman des Nationalsozialismus? - Wolfgang Beutin: Ein Lehrwerk des jungen Barlach, im Auftrag Max Hittenkofers geschaffen für die Baugewerkschule Strelitz Alt: «Figuren=Zeichnen» - Rudolf Zink: Ein Kruzifix von Ernst Barlach - Dietrich Lohse: «Alles besiegend erhebt sich der Geist...» - Nikolaus Gatter: «... hin in die Zeit des unerhörten Geschehens...». Engel im Jahrhundert der Weltkriege - Robert Steigerwald: Bertold Brecht, Ernst Barlach, die DDR - Friedrich Albrecht: Zu Franz Fühmanns Erzählung «Barlach in Güstrow» - Christian Brunners: Der Güstrower Domprediger Johannes Schwartzkopff und Ernst Barlach. Ein Beitrag zum religiös-kirchlichen Widerstand in Mecklenburg - Susanne Schmidt-Knaebel: «Die Wahrheiten vergehen, die Wahrheit selbst bleibt.» Ernst Barlachs literarische Skizzen - Jost Hermand: Das Gemeinsame im Trennenden. Ernst Barlach und Käthe Kollwitz - Veronika Nikolai: Barlach, Du, ich kannte Dich.

http://www.bockelverlag.de/Einzeltitel/Beutin-Ankuendigung.html

Barlach-Studien.
Die Referate der Güstrower Barlach-Tagung anlässlich seines
125. Geburtstags am 2. Januar 1995.
Hrsg. von Wolfgang Beutin und Thomas Bütow
158 S., Hamburg 1995, 15,00 Euro

Barlachs Künstlertum findet bis heute große Beachtung. Es ist gleichzeitig, wie alle in diesem Band versammelten Beiträge zeigen, das Instrument einer eindrucksvollen Selbstbehauptung in äußerster seelischer Bedrängnis. Barlach hat um sein Leben geschrieben. Er hat seine Stellung zu sich selbst und zur Welt in seinen Dramen immer wieder neu konfiguriert und sich so immer wieder Schritte ins Freie ermöglicht. Lebensgeschichtlich ist der Ursprung des Traumas grob lokalisierbar: Ein geliebter Vater, den der junge Ernst schon im Alter von 14 Jahren verliert, eine psychisch belastete, sich an den Sohn klammernde Mutter, der er sich erneut und auf Jahre ausliefert, indem er ihr die Erziehung seines unehelichen Sohnes Klaus überläßt.
Wirklich ins Freie ist Barlach nicht gekommen. Erde und Wind waren ihm nahe, aber das verzehrende Feuer und das reinigende Wasser hat er für sich nicht entdeckt. Den christlichen Weg der Gotteskindschaft konnte er nicht gehen.
Inhalt:
Thomas Bütow: Mutter, Vater, das Unbewußte und der Weg ins Freie. - Zu diesem Buch - Tom Crepon: Ernst Barlach als Literat und Autobiograph - Gunter Martens: Das hüllensprengende Drängen des Werdens. Bemerkungen eines Literaturwissenschaftlers zur Beziehung zwischen Bild und Text im Gesamtwerk Ernst Barlachs - Anja Sroka: Söhne und Väter. Barlachs Drama - Barlachs Dramen - Andrea Fromm: Traum und Vision bei Ernst Barlach - Wolfgang Beutin: "Er hat wohl tiefe Keller in seiner Seele". Die Tiefenpsychologie Barlachs - Barlach und die Tiefenpsychologie. -
Anhang. Berichte aus den Arbeitsgruppen der Güstrower Barlach-Tagung im Januar 1995 - Horst Otto Müller: Ernst Barlach als bildender Künstler. - Anja Sroka: Arbeitsgruppen zu den Themen "Barlachs Träume und Visionen" und "Barlachs Vater-Sohn-Problematik erörtert durch Aspekte der Mystik". - Klaus Stolzenberg: Arbeitsgruppenbericht über "Die Romane" - Ingeborg Sudhölter: Ein "Echo" auf die Gruppenarbeit.

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http://www.julius-leber-forum.de/projekte/ausstellung-gegen-rechtsextrem...

http://www.lokale-wochenzeitungen.de/index.php?id=343&no_cache=1&tx_ttnews[pointer]=2&tx_ttnews[tt_news]=116295&tx_ttnews[backPid]=276&cHash=6f6e13a395

http://in-oldesloe.de/oldesloe/reporter/lokales/833-demokratie-staerken-...

Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen

Die Ausstellung des Julius-Leber-Forums
in Bad Oldesloe
Schirmherr Bürgermeister Tassilo von Bary

Bad Oldesloe: 15. November bis 6. Dezember 2010
Ausstellungsort:
Historisches Rathaus Bad Oldesloe
Markt 5
23843 Bad Oldesloe
(Rathaussaal – gegenüber der Sparkasse)

Öffnungszeiten:
Mo – Fr 8.00 – 12.00 Uhr und 14.30 – 16.00 Uhr
und auf Anfrage Führungen.
Anmeldung für Führungen bei Uwe Teut: 0 45 31 / 89 87 03

Dienstag, 16. November 2010 um 19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung
Sie sind herzlich eingeladen zur Ausstellungseröffnung, mit :

* Dem Schirmherrn Tassilo von Bary
Bürgermeister in Bad Oldesloe
* Melanie Meyer
Regionsvorsitzende des DGB Schleswig Holstein-Südost
* Frederic Werner
Friedrich-Ebert-Stiftung

Freitag, 3. Dezember 2010 um 19 Uhr
Historisches Rathaus Bad Oldesloe
Vortrag: Rechtsextreme Strukturen in Norddeutschland

* Referent : Andreas Speit
* Journalist und Autor

Flyer downloaden:

http://www.julius-leber-forum.de/pdf/Flyer-Gegen-Rechts-Bad-Oldesloe.pdf

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Dienstag, dem 09.November, 19.30 Uhr, Gedenkveranstaltung
in Bad Oldesloe, Reimer-Hansen-Strasse, Kreistagssitzungssaal
Der 9. November ist für Deutschland ein historisches Datum. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen, die Sie aktiv in unserem demokratischen System arbeiten, eine Veranstaltungsreihe eröffnen, die sich mit den demokratischen Grundwerten unserer Gesellschaft beschäftigt. Die Gefahren für unsere Demokratie sollen herausgestellt, jedoch auch die stabilisierenden Elemente aufgezeigt werden.
Aus verschiedenen Blickwinkeln wollen wir den 9. November beleuchten. Gedenken an Deutsche Geschichte und Ansporn für die Arbeit an einer gerechteren Zukunft, dazu wollen wir animieren. Ich darf Sie sehr herzlich zu folgender Redefolge einladen:
1. Begrüßung und Eröffnung – Uwe Teut, DGB – Stormarn
2. Der 9. November, ein historischer Tag – Klaus Plöger, Landrat des Kreises Stormarn
3. Rechtsextremismus – gestern und heute – eine Gefahr für die Demokratie – Uwe Polkehn, DGB-Bezirk-Nord
4. Jugendliche mit Migrationshintergrund und ihre Diskriminierung im Alltag – Aygün Caglar, Jugendleiter F.I.T e. V.
5. Perspektiven antirassistischer Jugendarbeit – Oona Witt, Initiative e. V. Inihaus Bad Oldesloe
6. Schlussworte und Dank – Uwe Teut, DGB – Stormarn

Die Veranstaltung wird durch jiddische Musik umrahmt.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Teut, Vorsitzender, DGB – Stormarn