Anmeldung
Zum Konfirmandenunterricht kann sich jeder anmelden, der mindestens zwölf Jahre alt ist oder spätestens vor Ende der Sommerferien zwölf Jahre alt wird. Die Taufe ist keine Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht - sie wird dann während der Konfirmandenzeit gefeiert. Jedes Jahr gibt es einen gemeinsamen Termin zur Anmeldung in unserer Kirchengemeinde. Dazu bekommen Sie einige Zeit vorher eine schriftliche Einladung von Ihrem Pastor oder Ihrer Pastorin. Selbstverständlich können die zukünftigen Konfirmanden selbst bestimmen, bei welchem Pastor oder welcher Pastorin sie sich schließlich anmelden.
Es kann vorkommen, dass Sie zu dem festgesetzten Anmeldungstermin verhindert sind - dann wenden Sie sich bitte an Ihren gewünschten Pastor, Ihre gewünschte Pastorin, damit wir einen Einzeltermin vereinbaren können.
Zeiten und Orte des Unterrichts
Jedes Jahr nach den Sommerferien beginnt ein neuer Konfirmandenjahrgang - die Konfirmation feiern wir dann im April oder Mai des übernächsten Jahres.
In der Regel findet der Unterricht entweder dienstags oder donnerstags am Nachmittag in unseren Gemeindehäusern statt. Dazu kommen besondere Zeiten des Unterrichtes: Konfirmandenfreizeiten (freitags bis sonntags) und einzelne Konfirmandentage (ein Vor- oder Nachmittag an einem Sonnabend). Die Zahl der Freizeiten und Konfirmandentage handhaben unsere Pastorinnen und Pastoren verschieden - wir achten jedoch darauf, dass alle Konfirmanden in etwa die gleiche Stundenzahl miteinander verbringen.
Kosten
Für den Unterricht müssen Sie nichts bezahlen - die laufenden Kosten für den Unterricht werden durch Kirchensteuermittel aufgebracht.
Was dennoch für Sie zu finanzieren ist, sind eine Bibel und die Kosten für die Freizeiten.
In knappen Zeiten kann es sein, dass eine Familie Schwierigkeiten hat, dieses Geld aufzubringen. In unserer Kirchengemeinde halten wir Mittel bereit, damit niemand aus diesem Grund zu Hause bleiben muss. Auch hier gilt: Sprechen Sie uns an!
Was wird erwartet?
Die wichtigsten "Zutaten" für eine gelungene Konfirmandenzeit sind Neugier, Spaß am Miteinander und Respekt voreinander. Dann kann eigentlich nicht viel schiefgehen.
Was die äußere Ordnung angeht, halten wir eine kleine Reihe von Regeln für wichtig:
Die Konfirmandinnen und Konfirmanden verbringen eine lange Zeit miteinander, und wir hoffen, dass sie sich in ihren Gruppen wohl fühlen. Gerade darum ist die regelmäßige Teilnahme erforderlich. Alle Konfirmandinnen und Konfirmanden sollen einmal im Monat in den Gottesdienst gehen. Speziell für sie bieten wir auch einen Jugendgottesdienst an, der jeweils am ersten Mittwoch im Monat (außer in den Ferien) im Haus der Begegnung stattfindet.
Wir werden oft gefragt, ob denn noch so viel auswendig gelernt werden muss wie früher. So ist es nicht. Die wichtigsten Texte unseres Glaubens sollen jedoch am Schluss auswendig gekonnt werden.
Was wird geboten?
Ihre Taufe liegt für die Mehrzahl der Konfirmandinnen und Konfirmanden lange Zeit zurück. Damals haben ihre Eltern und Paten versprochen, mit ihren Kindern im Vertrauen auf Gott zusammen zu leben und sie dieses Vertrauen zu lehren. Im Konfirmationsgottesdienst soll erneut die Frage gestellt werden, ob die Jugendlichen ihr Leben im Glauben an Gott führen wollen - ihnen wird die Möglichkeit gegeben, nun selbst und in eigener Verantwortung "ja" zu sagen. Dieses "Ja" soll einen persönlichen Inhalt haben können - darum laden wir ein zum Konfirmandenunterricht. Zum einen spielt Information eine Rolle: Wie "funktioniert" der Gottesdienst, die Kirchengemeinde? Was ist die Bibel für ein Buch? Wie ist sie entstanden und wovon handelt sie? Was "passiert" bei Taufe und Abendmahl? Es ist gut, dass erwachsene Christen davon etwas gehört und verstanden haben.
Das größere Gewicht liegt jedoch auf einer anderen Ebene: Wir finden es wichtig, eigene Erfahrungen mit Themen des Glaubens zu machen und über vergangene Erfahrungen sprechen zu können. Jesus, Gott, die zehn Gebote, Frieden, die Feste in der Kirche... mit vielen Spielen, in Gruppenarbeiten, mit Zettel und Stift oder auch mit der Spraydose in der Hand versuchen wir herauszubekommen und zu zeigen, was der Glaube heute und "für mich" bedeuten kann.
Nach der Konfirmation
In unserer Gemeinde gibt es nach der Konfirmation das Angebot der Teamerschulung: Wer sich dort anmeldet, lernt ein Jahr lang das "Handwerkszeug", um selbst Gruppen leiten zu können. In der Arbeit mit kleinen Kindern, in Jungschargruppen, im Jugendkeller oder als Mitverantwortliche auf Konfirmandenfreizeiten finden die Teamer dann später ihre Aufgaben. Außerdem gilt: Wer konfirmiert ist, kann selbst Patin oder Pate werden.