Mit Trauer umgehen

Grabmal - heute vor dem Haus der Begegnung

Alles hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: Geboren werden hat seine Zeit und Sterben hat seine Zeit. (aus dem Buch des Predigers 3. Kapitel)

Als Christen glauben wir aber auch, dass der Tod nicht das Ende ist.

Gott spricht: Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen - du bist mein. (Jesaja 43,1)

Diese Seiten wollen Ihnen bei der Suche nach persönlichen Antworten und notwenidiger Orientierung helfen.

Mit der Trauer Leben

14 Punkte, die helfen können, mit der Trauer zu leben

  • Akzeptieren Sie die Trauer. Lassen Sie sich von Ihren Wellen tragen. Versuchen Sie nicht „gefaßt" zu sein. Nehmen Sie sich Zeit, zu weinen und zu trauern. Dies gilt auch für Männer.
  • Reden Sie über Ihren Verlust. Teilen Sie Ihre Trauer innerhalb der Familie mit, versuchen Sie nicht, andere durch Schweigen zu schützen. Suchen Sie einen Freund,eine Freundin auf, mit dem/der Sie sprechen können, jemanden, der zuhören kann und nicht gleich ein Urteil fällt; wenn möglich jemanden, der ähnliches erlebt hat. Akzeptieren Sie Ihr Verständnis zum Tod- zumindest im Augenblick.
  • Beschäftigen Sie sich. Erledigen Sie eine sinnvolle Arbeit, die Ihre Gedanken in Anspruch nimmt. Vermeiden Sie jedoch hektische Aktivitäten.
  • Seien Sie gut zu sich selbst. Trauern kann Ihrer Gesundheit schaden. In diesem Augenblick ist Ihnen das vielleicht egal; dies wird sich aber ändern. Sie selbst sind wichtig und auch Ihr Leben ist wichtig.
  • Ernähren Sie sich richtiq. ln dieser Zeit der emotionalen und physischen Erschöpfung braucht Ihr Körper mehr als je zuvor eine ordentliche Ernährung.
  • Bewegen Sie sich. Kehren Sie zu guten alten Erfahren zurück oder beginnen Sie neu. Eine halbe oder eine Stunde Spazierengehen täglich ist ideal für viele Menschen.
  • Versuchen Sie, angemessen mit Schuldgefühlen umzugehen. Sie haben sicherlich das Beste getan, was Sie konnten. Auch wenn Sie Fehler gemacht haben, sollten Sie lernen, sie zu akzeptieren; wir alle machen Fehler. Nur im nachhinein kann man alles besser machen.

    Falls Sie überzeugt sind, daß Sie wirklich Schuld haben, sollten Sie vielleicht den Rat eines Psychologen oder eines Seelsorgers einholen. Es ist wichtig, daß Sie sich selbst vergeben können oder Vergebung finden.

  • Behalten Sie Kontakt zu alten Freunden. Dies kann schwierig sein. Manche werden in Verlegenheit geraten bei Ihrer Anwesenheit, aber das wird vorübergehen. Und wenn es Ihnen gelingt, sprechen Sie und geben Sie sich n,so wie sie sind, ohne das Thema Ihres Verlustes oder Ihre Trauer auszuklammern.
  • Verschieben Sie wichtige Entscheidungen. Warten Sie, bevor Sie sich z.B. entschließen, Ihre Wohnung aufzugeben und eine neue zu suchen.
  • Führen Sie ein Tagebuch, wenn Sie gern schreiben. Dadurch lernen Sie, Ihre Emotionen auszudrücken und können Veränderungen und Ihren eigenen „Fortschritt" beobachten.
  • Verwandeln Sie Trauer in kreative Energie oder in Tun. Sie kennen sicher Menschen, die Ihre Unterstützung brauchen. Wenn Sie anderen helfen, Ihre Last zu tragen, wird Ihre eigene leichter.
  • Nutzen Sie Ihre Kirchenzugehörigkeit, falls Sie eine haben. Wenn Sie bisher inaktiv waren, könnte dieses die Zeit sein, eine neue Aktivität zu entwickeln. Die Bibel sagt viel aus über das Trauern. Auch alte Kirchenlieder und Psalmen sind tröstlich und können ihre "therapeutische", heilsame Wirkung in der Trauerarbeit entfalten. Nach und nach werden Sie entdecken, daß sich Ihre Gefühle aber verändern.
  • Suchen Sie gegebenenfalls fachlichen Beistand. Manchmal genügen schon einige Begegnungen oder Sitzungen mit einem erfahrenen Berater, einem Psychologen, Therapeuten Seelsorger oder Trauerbegleiter, um Hilfe zu bekommen. Das macht alles viel leichter.
  • Sie sind nicht allein. Und vergessen Sie nie: So tief ihre Trauer auch sein mag - Sie sind nicht allein. Andere werden Ihnen helfen, Ihre Last zu tragen.