Taufe

Taufe im Haus der Begegnung

Taufe und Altar im Haus der Begegnung. Durch die Taufe wird eine Entscheidung zur Mitgliedschaft in der christlichen Kirche getroffen. Es gibt nur eine Taufe. Es gibt keine besondere evangelische oder katholische oder orthodoxe Taufe, sondern nur eine christliche Taufe. Man kann nur einmal in die Beziehung zum einen Herrn Jesus Christus hineingetauft werden. Deshalb wird die Taufe auch nur einmal vollzogen und von allen Kirchen anerkannt.

In der Taufe wird das ausdrückliche „Ja“ Gottes zum Täufling und das „Ja“ des Täuflings zu einem Leben in der Beziehung zu Gott öffentlich in Form einer Feier bekundet. Sie wird anschließend durch Eintrag in das Kirchenbuch sogar „beurkundet.“ Nichts kann einen oder eine Getaufte(n) trennen von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist.

Glaube und Taufe gehören zusammen. Bei der Kindertaufe ist es der Glaube der Eltern und Paten, der die Taufe veranlasst. Dieser Glaube wünscht für den Täufling denselben Glauben und verspricht deshalb in der Verantwortung vor dem Kind diesem Kind den christlichen Glauben nahe zu bringen. So soll das Kind befähigt werden, dem „Ja“ seiner Eltern zur Taufe sein eigenes „Ja“ hinzu zu fügen. (Konfirmation, siehe dort). Dieses Geschehen steht unter einer großen Verheißung:

„Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden.“ (Markus 16,16)

Das gilt auch für die Erwachsenentaufe. Hier ist es der Glaube des Täuflings selbst, der zur Taufhandlung führt, so dass das „Ja“ Gottes und das „Ja“ des Täuflings zusammenfallen.

Wer die Geburt eines Kindes miterlebt, der ist ergriffen vom Wunder des Lebens. Dass Menschen fähig sind etwas hervorzubringen, das „Hand und Fuß“ hat ist ein Glückserlebnis ersten Ranges. Gleichzeitig tritt ins Bewusstsein, wie gefährdet dieses Glück ist und welche Verantwortung mit dem Eltern Sein verbunden ist. Diese Verantwortung allein zu tragen ist zu schwer. Deshalb entsteht der Wunsch die Beziehung zu Gott in der Taufe zum Ausdruck zu bringen, sich Paten an die Seite zu holen, die auch ihre Bereitschaft bekunden dem Täufling mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Durch die Taufe ihres Kindes stellen Eltern sich und ihr Handeln am Kind in eine größere Gemeinschaft, die wiederum verspricht, den Eltern zur Seite zu stehen.

An vielen Erwachsenen ist die „normale“ christliche Sozialisation vorbeigegangen. Sie sind weder getauft noch konfirmiert. In einer unübersichtlichen Welt mit vielen Einflüssen und Unwägbarkeiten erleben sie sich aber oft als Suchende nach Orientierung und Gemeinschaft. Zu den „selbstverständlichen“ Gemeinschaften wie Familie und etwa Staatsangehörigkeit tritt die Frage nach einer religiösen Bindung hinzu. Die Kirche bietet in Tauf- und Glaubenskursen individuelle Beratung an, wohlwissend, dass ihre Botschaft und ihre Sicht des Menschen befreiend, haltgebend, tröstend und sinngebend wirkt. Immer mehr Erwachsene begehren die Taufe und sind begeistert von der christlichen Botschaft. In der Taufe beginnt der neue Weg eines Menschen mit Gott.

„Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden.“ (Markus 16,16)